VON UDO SAGL
Autos, Autos, Autos! Alles verparkt! Anrainer des Bahnhofs haben tagsüber kaum noch eine Chance, ihr eigenes Fahrzeug abzustellen. Und jetzt platzt ihnen der Kragen. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen die Stadtgemeinde und fordern Abhilfe, nachdem durch den Bau des Schulzentrums die Parkflächen auf dem Gelände der alten Sporthalle weggefallen sind.
„Unsere Politiker dürfen sich nicht wundern, dass sie das Vertrauen der Bürger verlieren, wenn sie deren Probleme nicht wahrnehmen“, erklärt Mag. Barbara Aichinger namens der Betroffenen.
Besonders schlimm sei die Situation südlich der Ringstraße zwischen Bahnhof und Stadtpark. „Zwischen 7.30 und 18 Uhr wird die Mobilität der Anrainer erheblich eingeschränkt. Denn selbst bei überlegter Verwendung des Autos ist es manchmal notwendig, das eigene Fahrzeug zu benützen“, so Aichinger.
Das gelte vor allem für Mütter mit Kleinkindern, für ältere Leute und für Menschen, die einen Großeinkauf nach Hause bringen wollen. Aichinger kündigt an, dass die Betroffenen gemeinsame Protestmaßnahmen starten.
Erste Aktion: In einem Brief, der an Bürgermeisterin Inge Rinke und weitere führende Rathauspolitiker gerichtet ist, wird eine Verordnung verlangt. Eine Kurzparkzone soll Anrainern mit einer Bewohnerparkkarte maßgebliche Vorrechte gegenüber Pendlern einräumen.
Rinke, die selbst im Bahnhofsviertel wohnt, kann sich vorstellen, dass „Grüne Zonen“ in Teilbereichen für Verbesserungen sorgen könnten. „Auch die geplante Parkgarage beim Schulzentrum sollte eine Entlastung bringen.“ Darüberhinaus rät die Stadtchefin den Anrainern, verstärkt Mietparkplätze in Garagen in Anspruch zu nehmen.
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